9b TVöD: Was Sie über diese Entgeltgruppe wissen müssen

1. Einleitung

Wer eine sichere und sinnstiftende Karriere im Öffentlichen Dienst anstrebt, kommt kaum am Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) vorbei. Dieser regelt nicht nur die Arbeitsbedingungen, sondern vor allem die Entlohnung – also das, was jeden Angestellten unmittelbar betrifft. Innerhalb des TVöD gibt es mehrere Entgeltgruppen, von E1 bis E15, die sich nach Qualifikation, Verantwortung und Tätigkeitsmerkmalen unterscheiden. Eine diese Gruppen, die Entgeltgruppe 9b, ist für viele Beschäftigte besonders interessant, denn sie kombiniert mittlere anspruchsvolle Tätigkeiten mit einem attraktiven Gehalt und guten Entwicklungsperspektiven.

Ob für Verwaltungsfachangestellte, technische Sachbearbeiter oder Fachkräfte im sozialen Bereich – die Entgeltgruppe 9b TVöD ist in verschiedenen Fachrichtungen vertreten. Dennoch herrschen oft Unsicherheiten darüber, welche konkreten Anforderungen erfüllt sein müssen, welche Berufe in diese Gruppe fallen und wie sich die Eingruppierung im Detail gestaltet. Wer sich für eine Stelle im öffentlichen Dienst interessiert oder innerhalb seiner bestehenden Beschäftigung aufsteigen möchte, sollte daher genau wissen, was die Entgeltgruppe 9b bedeutet.

In diesem Artikel beleuchten wir die wichtigsten Informationen rund um die TVöD-Entgeltgruppe 9b. Sie erfahren unter anderem:

  • was genau die Entgeltgruppe 9b auszeichnet,
  • welche Berufe typischerweise darunterfallen,
  • welche Voraussetzungen für eine Eingruppierung erfüllt sein müssen,
  • worin sich TVöD Bund und TVöD Länder unterscheiden,
  • wie die Gehaltsstruktur in 9b aussieht, inklusive aktueller Zahlen,
  • und wie Sie sich erfolgreich auf eine entsprechende Stelle bewerben.

Mit diesem Überblick möchten wir Ihnen Orientierung geben – egal, ob Sie bereits im Öffentlichen Dienst tätig sind oder gerade den ersten Schritt in diese stabile und oft unterschätzte Berufswelt planen.

2. Was bedeutet die Entgeltgruppe 9b TVöD?

Die Entgeltgruppe 9b im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) gehört zur gehobenen Einstiegsstufe bei Tätigkeiten mit besonderen fachlichen Anforderungen. Sie stellt eine mittlere von insgesamt 15 Entgeltgruppen dar und ist insbesondere für Angestellte vorgesehen, die komplexe Verwaltungs-, Fach- oder Sachbearbeiteraufgaben übernehmen. Für Bewerberinnen und Bewerber, die den Einstieg in verantwortungsvolle Positionen im öffentlichen Dienst suchen, markiert die Gruppe 9b häufig den Übergang vom allgemeinen Verwaltungsdienst zur qualifizierten Sachbearbeitung mit gesteigerten Anforderungen.

2.1 Zwischen Gruppe 9a und 9c – Was macht 9b besonders?

Die Entgeltgruppen 9a, 9b und 9c liegen eng beieinander, unterscheiden sich jedoch in feinen Details hinsichtlich der geforderten Qualifikationen und der Komplexität der Tätigkeiten. Während 9a eher für grundständige Arbeitsbereiche mit wenig Leitungskompetenz reserviert ist, signalisiert die 9b eine tiefere fachliche Verantwortung, ohne bereits im gehobenen technischen oder wissenschaftlichen Bereich (wie in 9c) angesiedelt zu sein. Wichtig zu wissen: Es handelt sich hier um keine lineare Auf- oder Abwertung von Berufen, sondern um eine differenzierte Zuordnung auf Basis des Aufgabenprofils.

2.2 Zugangsvoraussetzungen und Eingruppierungslogik

Für die Eingruppierung in die Entgeltgruppe 9b ist in der Regel eine abgeschlossene Berufsausbildung mit Zusatzqualifikationen oder ein entsprechender Verwaltungslehrgang erforderlich. Auch durch langjährige Berufserfahrung kann eine Eingruppierung erreicht werden, sofern das Tätigkeitsfeld dies rechtfertigt.

  • Abgeschlossene Ausbildung im mittleren Dienst oder vergleichbar
  • Ergänzende Verwaltungskurse oder Fortbildungen
  • Nachweislich komplexe und eigenverantwortliche Tätigkeiten

Zusammenfassend steht die Entgeltgruppe 9b für qualifizierte Tätigkeiten mit zunehmender Eigenverantwortung, bietet solide Vergütung und bildet ein Sprungbrett für weiterführende Positionen im öffentlichen Dienst.

3. Welche Berufe fallen unter die Entgeltgruppe 9b?

Die Entgeltgruppe 9b des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) richtet sich primär an Fachkräfte mit umfangreicher Sachkenntnis, die in der Regel eine abgeschlossene Ausbildung im gehobenen nichttechnischen oder technischen Dienst sowie einschlägige Berufserfahrung mitbringen. Dabei handelt es sich um eine spannende Gehaltsgruppe, die in zahlreichen Bereichen des öffentlichen Dienstes zur Anwendung kommt und vielfältige Tätigkeitsprofile umfasst.

3.1 Typische Berufsbilder in EG 9b

In der Praxis finden sich in der Entgeltgruppe 9b unter anderem folgende Berufsgruppen:

  • Verwaltungsfachangestellte mit anspruchsvollen Sachbearbeitungsaufgaben
  • Technikerinnen und Techniker in Bau- Maschinen- oder Elektrotechnik
  • Sozialarbeiterinnen und Sozialpädagogen mit besonderen Verantwortungsbereichen
  • IT-Fachkräfte im Support oder in der Systemadministration mit erweiterten Aufgaben
  • Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Jobcentern bei komplexer Fallbearbeitung
  • Steuer- oder Kassenprüferinnen im kommunalen Bereich

Die konkrete Zuordnung hängt von der Aufgabenstellung und der Stellenbewertung ab. Wichtig ist, dass eine erhöhte Verantwortung oder besondere Fachkompetenz für die Eingruppierung in 9b vorausgesetzt wird.

3.2 Breites Einsatzspektrum in Behörden und Institutionen

Beschäftigte in der Entgeltgruppe 9b arbeiten häufig bei:

  • Kommunalverwaltungen und Landkreisen
  • Landes- oder Bundesbehörden
  • Öffentlichen Einrichtungen wie Universitäten, Kliniken oder Verkehrsbetrieben
  • Sozialen Einrichtungen unter öffentlicher Trägerschaft

Unabhängig vom Berufsfeld ist die EG 9b somit eine attraktive Möglichkeit für qualifizierte Fachkräfte, Verantwortung zu übernehmen und gleichzeitig eine stabile und transparente Vergütung nach TVöD zu erhalten.

4. Eingruppierungskriterien und Voraussetzungen

4.1 Anforderungen an Qualifikation und Tätigkeit

Die Eingruppierung in die Entgeltgruppe 9b des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) erfolgt nicht willkürlich, sondern unterliegt klaren Kriterien, die sich an den auszuübenden Tätigkeiten sowie der Qualifikation orientieren. Grundsätzlich richtet sich die Eingruppierung nach der sogenannten „Tätigkeitsbewertung“, die Vorgaben zur inhaltlichen und qualitativen Ausgestaltung der Aufgaben macht.

Für die Entgeltgruppe 9b ist in der Regel ein erfolgreicher Abschluss in einer einschlägigen Ausbildung auf mittlerem bis gehobenem Niveau erforderlich. Häufig handelt es sich hierbei um eine:

  • abgeschlossene Ausbildung im mittleren technischen oder verwaltungstechnischen Dienst mit Zusatzqualifikation,
  • Fachwirt- oder Verwaltungsfachangestelltenabschluss mit zweiter Prüfungsstufe (Verwaltungsfachwirt),
  • vergleichbare Berufsausbildung in Kombination mit einschlägiger Berufserfahrung.

4.2 Komplexität der Tätigkeiten

Zusätzlich zur formalen Qualifikation spielen auch die konkrete Aufgabenstellung und deren Schwierigkeitsgrad eine entscheidende Rolle. Tätigkeiten, die typischerweise der Entgeltgruppe 9b zugeordnet werden, zeichnen sich durch erhöhte Anforderungen in Bezug auf Entscheidungsverantwortung, Sachkenntnis oder Koordinationsaufgaben aus.

Je nach Verwaltungseinheit und Tätigkeitsbereich erfolgt die Eingruppierung und Stellenbewertung auf Grundlage der sogenannten Entgeltordnung (EGO) zum TVöD. Kriterien wie Anleitung von Mitarbeitenden, Vertretungsfunktionen oder selbstständige Bearbeitung komplexer Vorgänge können hier maßgeblich sein.

4.3 Beispielhafte Stellenmerkmale laut TVöD

KriteriumBeispiel für Entgeltgruppe 9b
SelbstständigkeitEigenständige Bearbeitung verwaltungsrechtlicher Vorgänge
KoordinationOrganisation kleinerer Projekte oder Arbeitsgruppen
FachwissenAnwendung spezieller Regelwerke oder Gesetze

Die finale Einstufung erfolgt stets durch die Personalverwaltung – auf Basis der konkreten Stellenbeschreibung. Daher lohnt sich ein genauer Blick auf die jeweiligen Stellenausschreibungen und deren Anforderungsprofil.

5. Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der 9b TVöD

Die Entgeltgruppe 9b im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) markiert häufig eine mittlere bis gehobene Qualifikationsstufe für Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung und mehrjähriger Berufserfahrung oder für Bachelor-Absolventinnen und -Absolventen in bestimmten Bereichen. Doch wer denkt, mit EG 9b sei das Ende der beruflichen Fahnenstange erreicht, irrt. Vielmehr bietet diese Entgeltgruppe eine solide Ausgangsbasis für individuelle Weiterentwicklung und langfristige Karriereplanung im öffentlichen Dienst.

5.1 Berufliche Entwicklung im Stellengefüge

Innerhalb der Entgeltgruppe 9b gibt es bereits mehrere Entwicklungsstufen, die durch Berufserfahrung erreicht werden können. Über das Stufensystem innerhalb der Entgeltgruppe steigst du alle zwei bis vier Jahre automatisch auf, vorausgesetzt, deine Leistungen entsprechen den Erwartungen:

StufeDauer bis zum Aufstieg
Stufe 1 zur Stufe 21 Jahr
Stufe 2 zur Stufe 32 Jahre
Stufe 3 zur Stufe 43 Jahre
Stufe 4 zur Stufe 54 Jahre
Stufe 5 zur Stufe 64 Jahre

5.2 Möglichkeiten zum Aufstieg in höhere Entgeltgruppen

Wer fachlich und persönlich überzeugt, kann mittelfristig auch in höhere Entgeltgruppen wie 10 oder 11 aufsteigen. Mögliche Wege dorthin sind:

  • Übernahme komplexerer Aufgaben mit größerer Verantwortung
  • Weiterbildungen, z. B. Verwaltungslehrgänge, Projektmanagement oder spezielle Fachqualifikationen
  • Wechsel in Leitungsfunktionen oder Projektkoordination
  • Interne Stellenausschreibungen oder Strukturänderungen

5.3 Fazit: Karriere mit Plan

Die Entgeltgruppe 9b ist mehr als nur eine tarifliche Einstufung – sie ist oft der Startpunkt für eine langfristige öffentliche Karriere. Wer sich engagiert, kontinuierlich weiterbildet und Verantwortung übernimmt, kann seinen beruflichen Weg gezielt gestalten und in höhere Gruppen aufsteigen. Dabei bietet der öffentliche Dienst durch transparente Entwicklungspfade und größtenteils planbare Gehaltssteigerungen eine hervorragende Planungssicherheit für die eigene Berufslaufbahn.

6. Unterschiede zwischen TVöD Bund und TVöD Länder

Wer im öffentlichen Dienst arbeitet oder eine Stelle anstrebt, sollte sich bewusst sein, dass der Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst (TVöD) nicht überall gleich ist. Neben dem TVöD Bund, der für Beschäftigte bei Bundesbehörden gilt, gibt es mit dem TV-L auch einen separaten Tarifvertrag für die Beschäftigten der Länder. Diese Differenzierung hat konkrete Auswirkungen – insbesondere auf die Eingruppierung, das Gehalt und die Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb der Entgeltgruppe 9b.

6.1 TVöD Bund vs. TV-L: Die wichtigsten Unterschiede

Auch wenn beide Tarifwerke auf ähnlichen Grundprinzipien beruhen, existieren strukturelle und finanzielle Unterschiede, die insbesondere für Bewerbende relevant sind. Die Entgeltgruppe 9b existiert in beiden Systemen, dennoch sollten Sie bei der Bewerbung oder dem Jobwechsel genau hinschauen:

  • Beim TVöD Bund erfolgt die Bezahlung nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst des Bundes (TVöD Bund), während der TV-L den Beschäftigten in den Landesbehörden zugrunde liegt (zum Beispiel bei Ministerien, Hochschulen oder Gerichten der Länder).
  • Die Stufenlaufzeiten und Stufenhöhen – also wann und wie Beschäftigte in höhere Gehaltsstufen aufsteigen – unterscheiden sich leicht. Auch die Einstiegsgehälter in 9b können variieren.
  • Eine Besonderheit stellt die sogenannte „kleine“ Entgeltgruppe 9b beim TVöD Bund dar, die zwischen den ehemaligen BAT-Gruppen VII bis Vb angesiedelt ist. Im TV-L gibt es ähnliche Übergangsregelungen, aber mit abweichender Systematik.

6.2 Beispielhafte Gehaltsunterschiede

TarifbereichStufe 1 (Monatsbrutto)Stufe 6 (Monatsbrutto)
TVöD Bund – EG 9bca. 3.200 €ca. 4.600 €
TV-L – EG 9bca. 3.100 €ca. 4.500 €

Die Differenzen klingen gering, bauen sich aber auf Dauer merklich auf – besonders bei längerer Laufzeit und höheren Stufen. Zusätzlich unterscheiden sich einige Sonderleistungen wie Jahressonderzahlungen oder Arbeitszeitregelungen.

Wenn Sie sich auf eine Stelle bewerben oder den Wechsel vom Bundes- zum Landesdienst (oder umgekehrt) in Betracht ziehen, lohnt sich also ein genauer Blick auf den zugrunde liegenden Tarifvertrag. Nur so können Sie realistisch einschätzen, welche langfristigen finanziellen und beruflichen Perspektiven sich in Entgeltgruppe 9b ergeben.

7. Gehalt und Vergütung in Entgeltgruppe 9b

7.1 Was verdienen Beschäftigte in der EG 9b?

Wer im öffentlichen Dienst nach dem TVöD in der Entgeltgruppe 9b eingruppiert ist, profitiert von einem soliden, tariflich geregelten Einkommen. Die genaue Höhe des Gehalts hängt dabei nicht nur von der Entgeltgruppe selbst ab, sondern auch von der persönlichen Erfahrungsstufe, in die man entsprechend seiner Berufserfahrung einsortiert wird. Die folgende Tabelle gibt Ihnen einen Überblick über die Gehälter (Stand 2024, TVöD Bund):

StufeMonatliches Bruttogehalt (EG 9b Bund)
Stufe 13.165,87 €
Stufe 23.482,31 €
Stufe 33.652,85 €
Stufe 43.954,18 €
Stufe 54.113,21 €
Stufe 64.261,26 €

Die Stufenzuordnung erfolgt abhängig von der Berufserfahrung und Verweildauer in der vorherigen Stufe. In der Regel steigt man alle ein bis vier Jahre eine Stufe auf, sofern keine Unterbrechungen vorliegen.

7.2 Weitere Vergütungsbestandteile

Zusätzlich zum Grundgehalt profitieren Tarifbeschäftigte in der EG 9b häufig von folgenden Zusatzleistungen:

  • Jahressonderzahlung (Weihnachtsgeld)
  • 30 Tage Urlaub pro Jahr
  • Vermögenswirksame Leistungen
  • Zuschläge für bestimmte Dienste (z. B. Schichtarbeit, Wochenenddienste)
  • Zusätzliche Altersversorgung (VBL)

Gerade diese sozialen Komponenten und die planbare Gehaltsentwicklung machen den öffentlichen Dienst für viele Bewerberinnen und Bewerber attraktiv.

Wer sich langfristig auf eine Anstellung in der Entgeltgruppe 9b vorbereitet, sollte sich frühzeitig mit den Details vertraut machen – nicht nur wegen des Gehalts, sondern auch im Hinblick auf die langfristige Einkommensperspektive bis zur Pension.

8. Wie bewerbe ich mich auf TVöD 9b Stellen?

8.1 Passende Stellen finden

Wenn Sie eine Position im öffentlichen Dienst anstreben, die der Entgeltgruppe 9b TVöD entspricht, ist der erste Schritt die gezielte Stellensuche. Spezialisierte Portale wie Staatsjobs.com bieten tagesaktuelle Ausschreibungen von Kommunen, Landes- und Bundesbehörden sowie öffentlich-rechtlichen Institutionen. Suchen Sie am besten mit Kombinationsbegriffen wie „TVöD 9b“, „Sachbearbeiter“ oder dem konkreten Fachgebiet – etwa „Verwaltung“, „Bauamt“ oder „Sozialwesen“.

8.2 Die Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbung im öffentlichen Dienst folgt in der Regel einem klassischen Muster, wobei digitalisierte Bewerbungsprozesse zunehmend Standard sind. Achten Sie auf vollständige und strukturierte Unterlagen:

  • Anschreiben mit konkretem Bezug zur Stellenausschreibung
  • Lebenslauf mit klarem Fokus auf relevante Berufserfahrung und Qualifikationen
  • Zeugnisse (Studium, Ausbildung, Arbeitszeugnisse)
  • Nachweise über zusätzliche Qualifikationen (z. B. Fortbildungen, Sprachkenntnisse)

Lesen Sie die Ausschreibung aufmerksam: Oftmals sind zusätzliche Dokumente wie ein aktuelles Führungszeugnis oder ein Nachweis der Schwerbehinderung mitzusenden.

8.3 Auswahlprozess und Fristen

Verpassen Sie keine Fristen – Bewerbungen müssen innerhalb des in der Stellenausschreibung angegebenen Zeitraums eingehen. Nach dem Eingang erfolgt in der Regel eine formale Prüfung, oftmals gefolgt von einem strukturierten Auswahlverfahren mit Eignungstests oder einem Vorstellungsgespräch.

8.4 Tipps für die Bewerbung

  • Betonen Sie Ihre Fachkompetenz und verwaltungsbezogene Erfahrung
  • Verweisen Sie auf Kenntnisse im öffentlichen Recht oder Verwaltungsprozesse
  • Legen Sie Wert auf eine sachliche, aber zugleich motivierte Sprache im Anschreiben
  • Bereiten Sie sich auf eine strukturierte Selbstpräsentation im Auswahlgespräch vor

Zusätzlicher Vorteil: Viele Behörden geben bereits in der Ausschreibung Auskunft über das genaue Entgeltniveau nach TVöD 9b, sodass Sie eine transparente Entscheidungsgrundlage haben. Nutzen Sie dies – und zeigen Sie, dass Sie mit den Anforderungen der Entgeltgruppe vertraut sind.

9. Fazit

9.1 Zusammenfassung der wichtigsten Punkte

Die Entgeltgruppe 9b TVöD stellt eine interessante und vielseitige Gehaltsstufe im öffentlichen Dienst dar – besonders für Fachkräfte mit abgeschlossener Ausbildung und Berufserfahrung im mittleren bis gehobenen Verantwortungsbereich. Sie markiert häufig den Übergang zu verantwortungsvolleren Tätigkeiten und bietet gleichzeitig solide Entwicklungsmöglichkeiten innerhalb des tariflichen Systems.

Für viele Berufe in Verwaltung, Technik oder im sozialen Bereich stellt sie eine wichtige Zwischenebene dar – mit attraktivem Gehalt, tariflich geregelten Arbeitsbedingungen und klaren Aufstiegschancen. Ob als Verwaltungsfachangestellte*r, Bauzeichner*in oder IT-Sachbearbeiter*in: Die EG 9b ermöglicht eine stabile berufliche Perspektive im öffentlichen Dienst.

9.2 Ihre nächsten Schritte

Wenn Sie sich für eine Tätigkeit in der Entgeltgruppe 9b interessieren, lohnt sich ein strukturierter Überblick und eine gezielte Bewerbung. Dabei helfen Ihnen folgende praktische Schritte:

  • Recherchieren Sie geeignete Stellenangebote auf spezialisierten Plattformen wie Staatsjobs.com
  • Vergleichen Sie die Eingruppierung zur jeweiligen Stelle – achten Sie auf konkrete Anforderungen wie Ausbildung, Erfahrung oder Zusatzqualifikationen
  • Stellen Sie relevante Unterlagen zusammen: aktueller Lebenslauf, Nachweise und ggf. ein überzeugendes Motivationsschreiben
  • Nutzen Sie Fort- und Weiterbildungsangebote, um sich langfristig besser zu positionieren

9.3 Perspektive im öffentlichen Dienst

Gerade mit Blick auf Jobsicherheit, Planbarkeit und familienfreundliche Arbeitsbedingungen bleibt der öffentliche Dienst für viele Bewerber*innen attraktiv. Die Entgeltgruppe 9b bietet einen hervorragenden Einstieg oder Weiterentwicklungspfad für ambitionierte Fachkräfte, die mehr Verantwortung übernehmen möchten, ohne dafür die Vorteile des Tarifvertrags opfern zu müssen.

Nutzen Sie also die Chance, sich über die Möglichkeiten innerhalb des TVöD umfassend zu informieren – und bringen Sie Ihre Karriere im Staatsdienst aktiv voran.